Der Ursprung
Kein Baum kann ohne Wurzeln leben, er braucht sie nicht nur zur
Ernährung,
sondern auch zur Verankerung. Eben diese Funktion erfüllt das
jagdliche
Brauchtum für die Jagd.
Natürlich hat die Art zu jagen im Wandel der Zeit vielfältige
Veränderungen
erfahren.
Die Jagd in der Vorzeit mit dem Steinbeil,
rücksichtslose Fangaktionen
als Existenterfordernis, die Jagd mit Pfeil
und Bogen, Armbrust, Schwert
oder Spieß, zu Pferde, mit Hunden bis zur
ausgeklügelten Waldtreibjagd,
Drückjagd oder Riegeljagd des 20.
Jahrhunderts, sind Beispiele jagdlichen
Brauchtums, die in ihrer
Bedeutung aus der Zeit verstanden werden
müssen.
Auch die Auswüchse bei den Hofjagden im
Mittelalter mit tierquäler-
ischen Fuchs- prellen, ( Töten
von lebend gefangenem Wild durch
wiederholtes Hochschleudern mit
Prellnetzen ) prunkvollen Wasserjagden
und schließlich die
Eingestellten Jagden (von Frankreich übernommene
Parforcejagd mit
festgelegtem Zeremoniell ) galten damals als Jagd.
Sie werden ihr heute längst nicht mehr zugeordnet, da zur Definition
der
Jagd die Entkommen- Chance für das Wild gehört.
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